STEFAN TIGGES: SEMESTERTICKET HOFFNUNGSVOLLER ODER HOFFNUNGSLOS FALSCHER
ANSATZ?
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Studenten verursachen Imageschaden
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Wichtigstes Ergebnis
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Die
bundesweit weitgehend einheitliche Konstruktion des Semestertickets bringt
sowohl unter Studenten als auch unter Nicht-Studenten jeweils sowohl Gewinner
als auch Verlierer hervor. Das Semesterticket ist nach Ansicht des Autors eine
völlig falsche Weichenstellung.
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| Zum
Inhalt
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Neben den zähl- und damit meßbaren Auswirkungen der Semestertickets
haben diese auch einige Effekte, die in ihren gesamten Auswirkungen bisher nur
abgeschätzt werden können, weil außerordentlich tiefgehende und
teure und wissenschaftlich unumstrittene Untersuchungen noch fehlen. Ohne
empirische Belege vorweisen zu können, legt der Autor daher seinen
Überlegungen zwei Annahmen zugrunde: 1. Alle Beteiligten versuchen ihren
eigenen Nutzen zu maximieren. 2. Sie handeln dabei immer rational. Auf dieser
Grundlage lassen sich unter den Studenten und unter Nicht-Studenten Gewinner
und Verlierer des Semestertickets benennen. Studentische Gewinner seien diejenigen, die ihre alltäglichen Verkehre nicht mit den Füßen oder mit dem Rad erledigen können oder wollen und im Einzugsbereich eines qualitativ befriedigenden ÖPNV wohnen. Studentische Verlierer seien alle anderen, also sowohl diejenigen, die nur kurze Wege zurückzulegen haben als auch diejenigen, die für die ÖPNV-Nutzung zu weite Wege zurückzulegen haben. Nicht-studentische Gewinner seien diejenigen, die eine Hochschulzugangsberechtigung haben und sich durch eine Schein-Immatrikulation eine konkurrenzlos billige Fahrkarte beschaffen können, ohne studieren zu wollen. Jährliche Ersparnisse von 2.000-3.000 DM sind leicht realisierbar. Alle normalen Kunden des ÖPNV gehören zu den Verlierern. Überfüllungen in Zügen und Bussen beeinträchtigen die Aufenthalts- und Beförderungsqualität. Weiterhin zählen zu den Verlieren diejenigen, die die allgemeinen Defizite des ÖPNV und die besonderen durch die Semestertickets entstandenen bezahlen müssen. Zu den Verlierern der Semestertickets gehören auch die Verkehrsunternehmen, weil die Tickets sich auf das betriebliche Ergebnis ungünstig auswirken und sogar einen Imageschaden verursachen.
Den außerordentlich zahlreichen Nachteilen der Semestertickets stehen
nur wenige Gewinne für kleine Personengruppen gegenüber. Der
Imageschaden des ÖPNV und die falsche Ausrichtung hin zu billiger
Mobilität sind herausragend schlimm. Alternativen sind kostendeckende
Preise für alle Verkehrsträger.
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Untersuchung
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Semesterticket
- Hoffnungsvoller oder hoffnungslos falscher Ansatz? von Stefan Tigges in:
Verkehrszeichen 2/97 (13. Jahrgang) S. 21-27
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Seit Mitte 1999 ist der Forschungsdienst Fahrrad eingestellt. Er wurde durch den Bicycle Research Report ersetzt, der beim ECF (www.ecf.com) abonniert werden kann. European Cyclists' Federation ECF - Rue de Londres 15 (b. 3) - B-1050 Brussels - Phone: +32-2-512 98 27 - Fax: +32-2-511 52 24, e-mail: office@ecf.co
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